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Warum der September…

…der bessere Januar ist!

 

Hast du dir schon einmal vorgenommen, nach dem Urlaub etwas zu verändern?

Mehr Sport zu treiben, gelassener zu werden oder dir wieder mehr Zeit für dich zu nehmen?

Warum fällt uns ein Neuanfang nach den Sommerferien oft leichter als an Silvester?

Und könnte es sein, dass der September besser für Veränderung geeignet ist als der 1. Januar?

Die Psychologie liefert darauf eine überraschende Antwort.

Für viele beginnt das neue Jahr im September

Für viele Menschen beginnt das eigentliche neue Jahr nicht am 1. Januar, sondern im September.

Die Sommerferien sind vorbei, der Alltag kehrt zurück und plötzlich entsteht das Gefühl: Jetzt möchte ich etwas verändern.

Mehr Bewegung. Gesündere Ernährung. Mehr Zeit für Familie. Weniger Stress. Endlich das Projekt beginnen, das schon lange auf der Warteliste steht.

Und tatsächlich spricht vieles dafür, genau jetzt damit anzufangen.

Warum Veränderungen jetzt leichter fallen

Psychologen sprechen von sogenannten Fresh-Start-Zeitpunkten, die sich wie ein neuer Anfang anfühlen. Solche Übergänge helfen unserem Gehirn dabei, Vergangenes innerlich abzuschließen und neue Gewohnheiten leichter zu beginnen.

Der Jahreswechsel ist nur einer dieser Zeitpunkte. Auch Geburtstage, ein neuer Arbeitsplatz, ein Umzug – oder eben das Ende der Sommerferien – können diesen Effekt auslösen.

Der September bietet deshalb eine besondere Chance: Viele äußere Strukturen verändern sich gleichzeitig. Arbeitsabläufe starten neu, Kinder gehen wieder zur Schule und feste Tagesrhythmen kehren zurück. Das erleichtert es, auch eigene Routinen neu zu gestalten.

Nur Motivation reicht nicht

Viele Menschen warten darauf, wieder motiviert zu sein. Die Forschung zeigt jedoch etwas anderes: Nachhaltige Veränderungen entstehen deutlich seltener durch Motivation als durch kleine, regelmäßig wiederholte Gewohnheiten.

Nicht die große Entscheidung verändert unser Leben. Sondern die vielen kleinen Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen.

Klein anfangen ist oft erfolgreicher

Wer sich zu viel auf einmal vornimmt, scheitert häufig bereits nach kurzer Zeit. Erfolgreicher ist es, mit einer einzigen neuen Gewohnheit zu beginnen. Zehn Minuten spazieren gehen. Fünf Minuten meditieren. Abends das Smartphone früher weglegen. Morgens bewusst gesund frühstücken.

Kleine Veränderungen wirken oft unscheinbar – entwickeln über Wochen und Monate jedoch eine erstaunliche Wirkung.

Fünf Impulse für deinen Neustart

Falls auch du den September nutzen möchtest, um etwas in deinem Leben zum Positiven zu verändern, haben wir für dich ein paar Impulse für deinen Neustart zusammengetragen.

  1. Starte mit nur einer Gewohnheit.

    Nicht fünf gleichzeitig.

  2. Mache sie möglichst klein.

    Je einfacher der Einstieg, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass du dranbleibst.

  3. Verknüpfe sie mit einer bestehenden Routine.

    Zum Beispiel: Nach dem Frühstück gehe ich zehn Minuten spazieren.

  4. Erwarte keine Perfektion.

    Ein ausgelassener Tag ist kein Rückschritt. Entscheidend ist, am nächsten Tag wieder einzusteigen.

  5. Frage dich heute:

    Welche eine Gewohnheit würde mein Leben in drei Monaten ein kleines Stück besser machen?

 

Vielleicht braucht es keinen Jahreswechsel. Vielleicht reicht einfach der September.

 

Wir hoffen, dass dir dieser Artikel gefallen hat. Du darfst ihn gern mit Freundinnen und Freunden teilen.

Fragen oder Rückmeldungen? Schreibe uns an hallo@shp-potential.de.

Mit den besten Wünschen für dich,

❤️-lichst

Tina und das gesamte SHP Team

Dai, H., Milkman, K. L., & Riis, J. (2014). The fresh start effect. Temporal landmarks motivate aspirational behavior. Management Science, 60(10), 2563–2582. https://doi.org/10.1287/mnsc.2014.1901

Lally, P., van Jaarsveld, C. H. M., Potts, H. W. W., & Wardle, J. (2010). How are habits formed. Modelling habit formation in the real world. European Journal of Social Psychology, 40(6), 998–1009. https://doi.org/10.1002/ejsp.674